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Die Bezeichnung Transwarpantrieb ist eine Sammelbezeichnung für alle Überlichtantriebe, welche Geschwindigkeiten jenseits der bekannten Warpskala, also Transwarp, ermöglichen.

Transwarpantriebsarten und geschichtliche Entwicklung

Zu den Transwarpantriebsarten zählen viele Antriebsmethoden, wobei die meisten von ihnen auf einer Art Subraumtunnel basieren.

Es gibt nur wenige Spezies, die erfolgreich einen Transwarpantrieb konstruiert und gebaut haben, dazu zählen unter anderem die Borg, die Voth und Spezies 116. Bei diesen Antriebsmethoden mittels Tunnel/Kanal muss man zwischen zwei grundlegenden Möglichkeiten unterscheiden:

  1. Entweder ist der Tunnel/Korridor natürlichen Ursprungs
  2. oder er wurde künstlich erzeugt.

Die Öffnungen zu natürlichen Subraumtunneln, welche auch Subraumkorridor genannt werden, kommen nur in einigen Regionen der Milchstraße vor, vor allem in weiten Teilen des Delta-Quadranten (Vaadwaur-Korridore).

Künstlich erzeugte Korridore sind je nach Region mehr oder minder instabil und brechen nach der Passage des entsprechenden Raumschiffs mehr oder weniger schnell wieder zusammen. Man kann allerdings mit Hilfe (inter-)spazialer Verteiler/Träger die künstlichen Tunnel, über ein starkes Kraftfeld, auf Dauer offen halten. Es sind dennoch enorme Energiemengen nötig um einen solchen Korridor zu erzeugen und/oder offen zu halten, allerdings kann man mit exotischen Energiequellen den normalen Energiebedarf reduzieren.

Die bekannteste Antriebsmethode, die auf künstliche geschaffene temporäre Passagen basiert, ist der Quantenslipstreamantrieb von Spezies 116. Die Borg haben diese Technologie assimiliert und benutzen sie in modifizierter Form, als sogenannte Transwarpkanäle. Der Borg-Transwarpantrieb stellt somit eine Kreuzung aus Quantenslipstream-Transwarp und alternativen Konzepten anderer, assimilierter Völker dar. Die Voth und die Benthaner haben ein vollkommen eigenes Antriebskonzept entwickelt, welches nicht auf Subraumkanälen beruht. Die Voth verwenden eine Form von Hyperwarp, einer extrem starken Verzerrung der Raumzeit, während die Benthaner die Raumfaltung für sich entdeckt haben und daraus den Koaxialwarpantrieb entwickelt haben.

Transwarpantriebsmethoden im Einzelnen

Natürliche Subraumkorridore und Subraumwirbel

Subraumwirbel Eingang

Eingang zu einem Subraumkorridor durch einen Subraumwirbel

Subraumwirbel Ausgang

Ausgang in Form eines Subraumwirbels

Unterraum Vaadwaur

Ein Subraumkorridor von Innen


In einigen Schichten des Subraums haben sich, Raumzeit-Kanäle gebildet, die von gewöhnlicher Materie durchquert werden können. Diese natürlichen Korridore sind von Wänden aus Plasma und Gasen umgeben, von einer Subraumbarriere von der normalen Raumzeit getrennt und können sich auch kreuzen und voneinander abzweigen. Es gibt ein regelrechtes Netzwerk solcher Korridore. Diese Korridore liegen meistens in oberen Subraumschichten und können von der normalen Raumzeit aus erreicht werden. Die Eintrittsstellen, kommen allerdings nicht überall in der Galaxis vor, sondern nur an speziellen Orten. Eine mögliche Eintrittstelle sind sogenannte Subraumwirbel. Das sind natürliche Veränderungen im Normalraum, die in Zusammenhang mit anderen Raumanomalien vorkommen. Der Austritt ist jeder x-beliebigen Stelle innerhalb des Korridors, durch Anpassung der Schildharmonik und des Warpfeldes möglich.

Eines der ersten Völker, welche diese Korridore entdeckte und für sich ausnutzten waren die Vaadwaur. Später wurden sie von den Turei fast vollständig ausgerottet, welche dann die Korridore übernahmen. Diese beiden Völker waren aber nur in der Lage die natürlichen Zugänge zu nutzen. Dagegen gibt es auch Völker, wie die Xindi, welche in der Lage sind künstliche Subraumwirbel zu erzeugen und so die Subraumkorridore überall in der Galaxis verwenden können.

Stabile/stabilisierte künstliche Transwarpkanäle mit festen Eintritts- oder Austrittspunkten

Enterprise-D in Transwarpkanal
Tranwarpkanal mit interspatialen Verteilern

Auch den Borg und einm Dutzend anderer Spezies sind diese Korridore bekannt, allerdings haben die Borg ein eigenes künstliches Transwarpkanalnetzwerk geschaffen, sodass sie nicht mehr auf die natürlichen Korridore angewiesen sind. Das Borgtranswarpnetzwerk wurde mithilfe von sechs Transwarpzentren geschaffen und wird von interspazialen Verteilern getragen, da die Kanäle langfristig instabil ist. Die Verteiler sind nichts weiter als sechs- oder achteckige Kraftfeldspulen, die ein Antigravitonen/Verteron-Feld aufspannen und den Kanal damit offen und stabil halten.

In beiden Fällen besteht das Netzwerk aus Korridoren, Abzweigungen und Kreuzungen, aber es gibt einige grundlegende Unterschiede. Man kann die Vaadwaur-Korridore nur an bestimmten Orten betreten oder verlassen, an denen die Subraumschicht zwischen Korridor und Normalraum besonders dünn ist. Die Borg-Hochgeschwindigkeitskanäle kann man entweder innerhalb der Borg-Transwarpzentren betreten oder man benutzt einen resonanten Tachyonenstrahl einer bestimmten Oszillation um einen dieser Kanäle aus dem Normalraum zu öffnen. Innerhalb der Borg-Kanäle, ganz im Gegensatz zu den Vaadwaur-Korridore, herrscht eine Art schnelle Strömung. Sobald ein Raumschiff in den Kanal eintritt, wird es stark beschleunigt und durchquert deshaolb innerhalb kurzer Zeit den Kanal. Es legt dabei, gemessen am Normalraum, eine große Strecke zurück. Diese Kanäle können allerdings erst an einem festen Austrittspunkt wieder verlassen werden, der für jeden einzelnen Kanal exakt festgelegt ist.

Künstliche Wurmlöcher und Geodätische Falten

Künstliches Wurmloch Defiant

Die Trill arbeiten derzeit an der Erzeugung künstlicher Wurmlöcher, die nach einem ähnlichen Prinzip arbeiten, aber in tiefere Subraumschichten eingebettet sind und damit stabiler. Diese künstlichen Wurmlöcher besitzen keinerlei Strömung und können im Gegensatz zu den Transwarpkanälen der Borg in beide Richtungen durchquert werden, so ähnlich wie bei den Vaadwaur-Korridoren.

Ein echtes künstliches Wurmloch wurde bisher nur einmal erfolgreich erzeugt: Im Jahre 2372 schaffte es eine Trill-Wissenschaftlerin mit einer Subraumtensormatrix von 25.000-30.000 Teracochranen und einem Magnetonpuls ein künstliches Wurmloch zu erschaffen. Dieses Wurmloch erwies sich aber als zu instabil um es praktisch nutzen zu können, zumal die Öffnung von einem starken Tetryonfeld umgeben ist, welches durch Kontakt mit Materie destabilisiert werden kann.

Die geodätische Falte ist eine Sonderform eines künstlichen Wurmloches, als ein natürliches Phänomen ist sie nicht bekannt. Prinzipiell kann eine geodätische Falte nur unter ganz bestimmten Bedingungen und nur an ganz speziellen Orten (roten Riesensternen) erzeugt werden und ist somit in ihrer praktischen Anwendung stark eingeschränkt. Außerdem ist eine geodätische Falte, aufgrund der extremen Strahlung im Inneren, für organische Materie praktisch unpassierbar.

In allen Fällen von künstlichen Wurmlöcher und geodätischen Falten wird eine Wechselwirkung von Subraumfeldern und Magnetfeldern ausgenutzt. Während Lenara Kahn's Methode einen Magnetonpuls auf eine Subraumtensormatrix wirken lässt, wird bei einer geodätischen Falte in dem Magnetfeld eines roten Riesensterns ein Verteron-Subraumfeldimpuls eingebracht, dem sogenannten geodätischen Impuls. Durch diese Wechselwirkung wird der Normalraum förmlich punktiert und es bildet sich ein Spalt/Riss im Raumgewebe. Ein ähnliches Phänomen war wohl auch, in einer alternativen Zeitlinie, für die Kerr-Schleife zuständig, durch den die USS Enterprise NCC-1701-C 20 Jahre in die Zukunft geschleudert wurde. Vermutlich ist aus dem beschädigten Raumschiff Warpplasma ausgetreten, die dann mit einer großen Explosion einer Salve romulanischer Plasmatorpedos, welche starke Magnetfelder als Mantel haben, reagiert hat.

Künstlich erschaffene, temporäre Transwarpkanäle mit beliebigen Eintritts- oder Austrittspunkten

Deltaflyer im Transwarpkanal

Diese Antriebstechnologie basiert ebenfalls auf Subraumkanälen, nur diesmal werden die Korridore für eine beliebige Strecke nutzbar gemacht. Dies geschieht entweder durch eine künstliche Erschaffung eines neuen Kanals oder durch die Umlenkung eines bestehenden Kanals. Allerdings sind diese Kanäle instabil und existieren nur so kurz, dass man sie einmalig durchqueren kann. Diese Transwarpvariante wird vor allen von den Borg-Raumschiffen. Dabei benutzen sie eine Technologie, welche auf Subraumfeldspulen beruht. Diese Spulen erzeugen, ähnlich dem normalen Warpfeld des Warpantriebes, ein sogenanntes Transwarpfeld. Dieses Feld erzeugt die Kanalöffnung und spannt gleichzeitig innerhalb der Subraumschicht den Kanal auf. Diese Art des Transwarpantriebes ist allerdings energieintensiv und belastet die Struktur des Raumschiffs. Die Borg benutzen ihre Transwarpspulen hauptsächlich um vorhandene Transwarpkanäle zu öffnen und diese zu den gewünschten Zielpunkt umzulenken oder sie erzeugen innerhalb der Kanäle Abzweigungen zum gewünschten Ziel.

Quantenslipstream

Voyager und Flyer im Slipstream

Diese Antriebsform ist wohl die berühmteste auf dem Gebiet des Transwarp und energetisch auch die effektivste. Bei Quantenslipstream spielt ein bestimmter Bereich innerhalb des Subraums eine große Rolle. Im Gegensatz zum Warpantrieb, der eine Blase aus Subraumfeldern im Normalraum erzeugt, wird beim Quantenslipstream mithilfe von Quantenenergie eine Quantenmatrix in dieser speziellen Subraumschicht erzeugt. Die Quantenmatrix bewegt sich, samt eingeschlossenem Raumschiff, mittels einer Art Subraumströmung vorwärts. Die für die Quantenmatrix benötigte Energie wird vom Hauptdeflektor vor das Raumschiff projiziert, wodurch eine ovale Raumzeit-Blase entsteht.

Die durchschnittliche Fluggeschwindigkeit ist von der Distanz abhängig und nimmt mit der Flugstrecke ab. Der Hintergrund dieses Phänomens ist eine Phasenvarianz im Slipstreamkanal, die dafür sorgt, dass die Kopplung zwischen Raumschiff und Quantenmatrix mit der Zeit geschwächt wird. Die Quantenmatrix hat also ständig die Tendenz aus dem Subraum in den Normalraum zurück geschleudert zu werden. Auf kurzen Distanzen kann der Slipstream beachtliche Geschwindigkeiten erreichen, so ist es möglich 15 Lichtjahre in weniger als 10 Sekunden zurück zu legen. Bei größeren Strecken macht sich dann aber dieser Effekt bemerkbar. So braucht man für 300 Lichtjahre, der zwanzigfachen Strecke bereits eine Flugzeit von Stunden (also der 360-fachen Zeitspanne) und für 60.000 Lichtjahre (der 4000-fachen Flugstrecke) bereits eine Flugzeit von sieben Monaten (die 1,8-Millionenfache Flugzeit).

Subraumkatapult

SubraumKatapult2

Das Subraumkatapult, manchmal auch Gravitonkatapult genannt, basiert auf Tetryon- und Gravitontechnologie. Es gibt zwei bekannten Bauformen: Zum einen nutzte der Fürsorger diese Technologie, zum anderen ein gewisser Mr. Tash.

Die Funktionsweise ist prinzipiell die gleiche, wobei sich beide Varianten nur in der technischen Umsetzung und in der Bewegungsrichtung unterscheiden. In beiden Varianten wird eine Gravitonwelle auf das Zielobjekt gerichtet und eine Subraumspalte geöffnet. Die Gravitonwelle/Verlagerungswelle schleudert das Raumschiff durch die Subraumspalte in den sogenannten Nullraum. Dort verbringt das Raumschiff einige Zeit (von wenigen Sekunden bishin zu Tagen) und kommt schließlich am programmierten Zielpunkt wieder in den Normalraum zurück. Man benötigt nur ein Katapult um diesen Effekt zu erzeugen, entweder am Ausgangs- oder am Zielpunkt. Wenn man etwas zum Katapult hin holen will, muss man zunächst mithilfe einer Subraumverlagerungswelle und eines kohärenten Tetryonstrahls einen Subraumspalt öffnen und dann das Objekt hineinziehen. Benutzt man das Katapult als Ausgangspunkt, so öffnet das Katapult direkt den Zugang zum Nullraum ohne zusätzliche Subraumverlagerungswelle.

Raumfaltung mittels Koaxialwarp

Koaxialwarpantrieb (Aktiv)

Die nächste Form des Transwarpantriebs wird mittels Raumfaltung realisiert. Statt den Raum einfach nur stufenweise zu verzerren um die Strecke zu verkürzen, wird bei hierbei der Raum regelrecht zusammengefaltet. Als Nebenwirkung treten extreme Verzerrungen und Instabilitäten auf.

Eine Realisierung der Raumfaltung ist der Koaxialwarpantrieb, welche bereits jahrzehntelang von der Föderation erforscht aber als nicht praktisch realisierbar abgetan wurde. Im Prinzip funktioniert das Koaxialwarp aus "Star Trek" genauso wie der experimentelle Antrieb aus "Event Horizon". Der Raum wird so zusammengefaltet, dass Ausgangs- und Zielpunkt fast übereinander liegen. Dabei wird eine andere Raumdimension passiert. Eigentlich ist für so einen Antrieb extrem viel Energie erforderlich, aber eine Spezies aus dem Delta-Quadranten, die Benthaner, hat einen Ausweg gefunden. Bei ihrem Koaxialwarp wird der Raum nicht vollständig gefaltet, sondern nur soweit nötig um die entsprechende Längenverkürzung (Geschwindigkeit) innerhalb des Subraums zu erreichen. Hinzu kommt eine spezielle Energiequelle, bei der der Koaxialwarpantrieb bestimmte natürliche vorkommende subatomare Partikel einsaugt und deren interne Geometrie verändert. (was man sich darunter genau vorzustellen hat, ist nicht bekannt). Dadurch wird eine Art der Quantenenergie gewonnen, die dem Antrieb zugeführt wird und die Raumfaltung auslöst. Im Prinzip nutzt man bestimmte Strings der Raumzeit-Brane um die Raumstruktur an sich zu verändern. Ein außenstehender Beobachter bekommt davon nix mit, da der Raum in dem er sich befindet genauso wie seine Umgebung rekonfiguriert wird. Man sieht nur eine Raumverschiebungswelle oder eine extreme Verwerfung und wie das Koaxialwarpschiff im Nichts verschwindet und an einer weit entfernten Stelle, in einer anderen Verwerfung, wieder auftaucht.

Der Koaxialwarpantrieb wird allgemein als ziemlich gefährlich eingestuft. Zum einen verursacht der Antrieb beim Auftauchen und Verschwinden starke gravimetrische Fluktuationen und kleine instabile Falten im Raum, zum anderen kann eine Antriebsüberlastung den Raum in der Größenordnung von Billionen Kilometer zum Kollabieren bringen und der Raum-Zeit-Struktur großen Schaden zufügen. Mit einem symmetrischen Warpfeld lassen sich jedoch kurzfristig diese Negativeffekte bis zu einem gewissen Maß dämpfen. Das Grundproblem beim Koaxialwarpantrieb ist seine Energiequelle. Der koaxiale Induktionsantrieb saugt die zu rekonfigurierenden Partikel an und sammelt diese im Antriebskern. Das Problem dabei ist die natürliche Partikelinstabilität und die asymmetrische Konzentrationsverteilung. Dieses Problem lässt sich lösen, indem man vor dem koaxialen Induktionsantrieb einen Polarikmodulator schaltet, der den Partikelstrom verdünnt und das Einströmungsniveau im Antriebskern stabil und konstant hält. Leider erweist sich der Koaxialwarpantrieb noch als zu fehleranfällig und zu gefährlich, so dass die Sternenflotte nach der Rückkehr der Voyager keinen Nachbau versucht hat.

Bekannte Völker mit Transwarpantrieben und Arten von Transwarpantrieben

Mobiler Raumschiffantrieb

Stationäre Transwarpantriebe

Skala

Detaillierte Informationen sind unter Transwarp zu finden.

Externe Links